Patenschaften aktuell

Stand: 07.05.19


Aktuell leben im Hause „Nno“ (=Willkommen):

  • Aaron Kosisochukwu, 9 Jahre
  • Chekwube, 13 Jahre
  • Cynthia Irhuoma, 14 Jahre
  • Hanna, geb. 16.4.2016
  • Henry Chiadi, 6 Jahre
  • Ifechukwu, 12 Jahre
  • Izuchukwu, 13 Jahre
  • John Paul Ugochukwu, 10 Jahre
  • Martins Okwudili, 20 Jahre
  • Mmesoma (klein), geb. 29.3.2016
  • Obinna, geb. 2.10.2006
  • Promise Nnamdi, 16 Jahre
  • Tochukwu Peter, 17 Jahre
  • Valentine Chibuikem, 6 Jahre
  • Vivian Mmesoma, 7 Jahre



Vorsatellung der neuen Patenkinder

Obinna

Obinna ist der Erstgeborene von 6 Kindern seines Vaters, der mit zwei Frauen in einem weit abgelegenen Dorf in Ebonyie-State lebt. Im Alter von 2 Jahren erkrankte er nach einer zunächst unauffälligen Entwicklung an einem hochfieberhaften Infekt. Der Vater brachte ihn in die Universitätsklinik von Enugu, wo er mehrere Monate in stationärer Behandlung war. Die Familie bekam ein gehörloses Kind zurück. Eventuell wurde er bei einem unklaren Krankheitsbild standardmäßig hochdosiert mit dem Antibiotikum Gentamycin behandelt, das für diese Nebenwirkung berühmt-berüchtigt ist.

Obinna ist ein sehr aufgeweckter Junge, der sich schnell und problemlos in die Gemeinschaft einlebte. Seit Anfang Januar besucht er das Therapeutic Day Care Center, in dem u.a. auch Unterricht für gehörlose Kinder erteilt wird. Da ihm jegliche Basis fehlt, geht er im Moment noch in den Kindergarten, wird hoffentlich nach den Sommerferien in den Schulbetrieb überwechseln können. Er ist hochmotiviert.

Link: http://www.foerderkreis-tdcc.de/Aktuelles/News.php5

Die auf der Website vorgestellte Spielplatz-Aktion erfolgte auf Initiative von Olileanya.

Bild: Obinna, geb. 2006



Hanna

Die kleine Hanna ist die jüngste Schwester von Tochukwu. Wir lernten sie kurz nach ihrer Geburt kennen, als wir ihren großen Bruder zu den Osterferien nach Hause brachten.

Bild: Hanna, wenige Tage alt


Auch sie wurde in eine polygame Familie hineingeboren. Das Farmland des Vaters ist in keiner Weise ausreichend, um die stetig anwachsende Familie adäquat zu versorgen. Vor ca. 1 ½ Jahren kam die Mutter hilfesuchend mit ihrer apathischen jüngsten Tochter zu uns. Die sofortige stationäre Behandlung ergab einen hochfieberhaften Infekt und eine gravierende Mangelernährung. Die über Infusion zugeführten Medikamente brachten eine schnelle Besserung, Hanna erholte sich schnell.

Um dem Mädchen die Chance auf eine zukunftsweisende Schulbildung zu ermöglichen, haben wir den Eltern angeboten, dass sie künftig zusammen mit ihrem Bruder bei uns leben kann. Das Angebot wurde gerne angenommen, obwohl es der Mutter schwerfiel, uns ihre Jüngste zu überlassen.

Bild: Hanna, geb. 2016






Mmesoma (klein)

Dieser Tausendsassa ist die jüngste Schwester von Izuchukwu und Joy. Mit knapp 2 Wochen Abstand zu Hanna ist sie gleichzeitig auch das jüngste Kind in unserer Familie. Ihr Schicksal ist typisch für so viele Kinder in diesem Armutsland: Der Vater heiratete zwei Frauen, hatte insgesamt 12 Kinder, obwohl er nicht in der Lage war, auch nur annähernd für sie zu sorgen. Er verstarb im letzten Juni an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalles. Zu diesem Zeitpunkt lebte Izuchukwu bereits bei uns, Joy folgte wenige Monate später. Die Mutter blieb mit 4 weiteren unversorgten Kindern zurück, die älteste Tochter ist bereits verheiratet und hat einen Sohn. In dem abgelegenen Dorf gibt es keinerlei Perspektiven. Die Mutter verdingt sich nach Bedarf bei Farmern in der Umgebung.

Bild: Mmesoma, geb. 2016

Besuche im Hause Nabu waren mehr als frustrierend. Wir haben lange überlegt, kamen aber zu dem Ergebnis, dass sich das Gespann „Hanna + Mmesoma“ geradezu zwingend anbietet, unsere Geschwisterriege zu komplettieren. Im Gegensatz zu Hannas Mutter war Mrs. Nnabu sehr erleichtert, ihre Tochter in Zukunft versorgt zu wissen.

Und wir können es uns inzwischen gar nicht mehr vorstellen, wie wir jemals ohne die Beiden ausgekommen sind.

Ende gut, alles gut.



In den Briefen unter der Rubrik „Vor Ort in Nigeria“  finden Sie weitere Informatinen über die derzeitigen Patenkinder. 

Nachfolgend einige Bilder aus dem Alltag im Hause „Nno“.


Gruppenbild vom 14. Mai 2018
Von links nach rechts:Hintere Reihe: Promise – Ifechukwu – Iruoma – Chekwube – Tochukwu – Izuchukwu - Okwudili
Vordere Reihe: Gabi – Mmesoma – Chibuike – Chiadi – Kosi – Ugochukwu - Chioma


Das erste „deutsche“ Frühstück von Vivian mit Kakao, Butterbrot und Marmelade



















Martins und Promise posieren gerne für Fotos.












Geburtstagsfeier von Martins am 10.10.2015











Erster Schultag in Emene. 
















Promise, Martins und Tochukwu in ihren Schuluniformen












Martins als Ballakrobat





















Vivian, kurz nach ihrer Ankunft im Hause „Nno"